Meine Arbeitsweise
Kreative Zugänge
Manche Themen lassen sich schwer in Worte fassen. Gedanken drehen sich im Kreis, Gefühle bleiben diffus oder innerlich entsteht eher ein Bild als ein klarer Satz. In solchen Momenten kann es hilfreich sein, einen anderen Zugang zu wählen.
Kreative und visuelle Zugänge ermöglichen es, innere Prozesse sichtbar zu machen, ohne sie sofort erklären zu müssen. Etwas wird skizziert, angeordnet oder symbolisch dargestellt – nicht, um ein Ergebnis zu produzieren, sondern um Wahrnehmung, Unterschiede und Zusammenhänge klarer zu erkennen. Oft entsteht dadurch mehr Überblick und eine andere Form von innerer Ordnung.
Diese Zugänge setzen keine künstlerischen Fähigkeiten voraus. Es geht nicht darum, „gut“ zu zeichnen oder etwas darzustellen. Häufig reichen einfache Formen, Symbole oder auch Strichmännchen, um etwas Inneres greifbar zu machen. Entscheidend ist nicht das Bild, sondern das, was sich dabei zeigt.
Meine Arbeit mit kreativen und visuellen Zugängen basiert auf einer kunsttherapeutischen Ausbildung (DGKT) und ist fest in die Gespräche eingebettet. Ob und wie kreativ gearbeitet wird, entscheidet sich immer gemeinsam – ohne Vorgaben, ohne Druck und nur dann, wenn es sich stimmig anfühlt.
Systemische Arbeitsweise
Systemisch zu arbeiten bedeutet für mich, Schwierigkeiten nicht nur als „persönliches Problem“ zu betrachten. Was belastet, entsteht und wirkt meist in Zusammenhängen – im Kontakt mit anderen Menschen, in Rollen, Erwartungen, Beziehungen oder wiederkehrenden Situationen.
Im Gespräch schauen wir deshalb nicht nur auf dich allein, sondern auch auf das Umfeld, in dem du dich bewegst. Welche Dynamiken wirken? Was wird von dir erwartet – und was erwartest du von dir selbst? Welche Muster haben sich vielleicht bewährt, sind aber inzwischen zu eng geworden?
Probleme werden dabei nicht als Fehler verstanden, sondern als Hinweise darauf, dass etwas im System aus dem Gleichgewicht geraten ist. Oft hatte das, was heute anstrengend ist, früher einmal eine Funktion: Schutz, Anpassung, Orientierung oder Stabilität. Wenn diese Zusammenhänge sichtbar werden, entsteht häufig schon Entlastung.
Systemisch zu arbeiten heißt nicht, Schuld zu verteilen oder Ursachen festzulegen. Es geht darum, den eigenen Handlungsspielraum wieder wahrzunehmen und neue Möglichkeiten im Umgang mit Situationen zu entdecken. Die Gespräche folgen keinem festen Schema und keinem Zielkatalog, sondern orientieren sich an dem, was sich im Prozess zeigt und klärt.